Geschichte
Die Principessa Mafalda war eines der bekanntesten italienischen Passagierschiffe der frühen 1900er Jahre und wurde für die Route Italien–Südamerika eingesetzt. Sie war für ihre elegante Innenausstattung, grosszügigen Kabinen und die hohe Zuverlässigkeit im Linienverkehr bekannt. Tausende italienische Auswanderer reisten mit ihr nach Brasilien und Argentinien. Im Oktober 1927 befand sich das Schiff auf einer weiteren Überfahrt nach Südamerika, als es vor der Küste Brasiliens zu einem schweren technischen Defekt kam: Die Antriebswelle brach, wodurch das Schiff manövrierunfähig wurde und starke Vibrationen die Aussenhülle beschädigten. Wasser drang ein, und die Principessa Mafalda begann langsam zu sinken. Die Evakuierung verlief chaotisch, da Rettungsboote beschädigt waren und die See unruhig war. Mehrere Schiffe eilten zur Hilfe, doch über 300 Menschen starben. Der Untergang gilt als die grösste zivile Schiffskatastrophe Italiens vor dem Zweiten Weltkrieg und hinterliess einen tiefen Eindruck in der italienischen Auswanderergeschichte.