
INFO
Die Kunst des Gedächtnisses ist eine antike und mittelalterliche Technik, die darauf abzielt, das Erinnerungsvermögen systematisch zu verbessern.
Sie geht auf die griechisch-römische Rhetorik zurück (Cicero, Quintilian) und beruht vor allem auf zwei Prinzipien:
- Orte (loci): mentale Räume oder Gebäude Bilder
- (imagines): einprägsame, oft ungewöhnliche oder emotionale Vorstellungen Durch das Platzieren von Bildern an bestimmten Orten konnte Wissen nicht nur gespeichert, sondern auch geordnet und wieder abgerufen werden.
Im Mittelalter und in der Renaissance wurde die Ars memoriae zunehmend philosophisch und kosmologisch aufgeladen:
Sie diente nicht mehr nur der Rhetorik, sondern auch der Erkenntnis der Welt und Gottes.